Quartierentwicklung

Anette Pehrsson, Stephan Chilla, Rolf Wöhlke

Team für Quartierentwicklung in Castrop-Rauxel-Ickern nimmt seine Arbeit auf

 

 

Nach den erfolgreichen Projekten in Altenhöfen/Herne-Süd und Herne-Crange legt das Diakonische Werk Herne ein neues Quartierprojekt auf: Seit Januar 2020 steht der Stadtteil Ickern in Castrop-Rauxel im Fokus.

Ein gutes Miteinander und eine hohe Lebensqualität – das sind die Ziele, die sich das neue Quartierentwicklungsprojekt in Castrop-Rauxel, genauer im Stadtteil Ickern, gesteckt hat. Unter Leitung von Stephan Chilla (36), der bereits die Quartierprojekte in Altenhöfen/Herne-Süd und Herne-Crange erfolgreich umgesetzt hat, ist das Quartierbüro an der Stettiner Straße 2 im Januar 2020 gestartet. Ihm zur Seite stehen als Quartierentwickler Anette Pehrsson (53) und Rolf Wöhlke (64), der in Ickern lebt und den Stadtteil von Kindheit an kennt. Gefördert wird das Projekt von der Stiftung Wohlfahrtpflege.

 

Um möglichst viele Menschen im Stadtteil zu erreichen, setzt das Team auf breite Vernetzung. So nehmen die Quartierentwickler Kontakt zu den örtlichen Vereinen – z.B. „Mein Ickern e.V.“, Menschen an der Emscher e.V., Kleingartenverein Henrichenburg e.V., Sportvereinen und der Kirchengemeinde Castrop-Rauxel-Nord, der Stadt und der Kommune – auf. Auch Akteure im Kulturbereich, insbesondere im Kulturzentrum Agora sollen für eine Zusammenarbeit ins Boot geholt werden, ebenso Verantwortliche des Projekts „DigiQuartier“ Castrop-Habinghorst.

 

Lebenswerter Stadtteil für Jung und Alt

 

Natürlich sind auch die Bürgerinnen und Bürger eingeladen, aktiv an der Entwicklung ihres Zuhauses mitzuarbeiten. Schließlich wissen sie am besten, was gut läuft im Stadtteil und an welchen Stellen es hapert. Über den Projektzeitraum von drei Jahren sollen generationenübergreifende Projekte auf den Weg gebracht werden, die dazu beitragen, Ickern nicht nur für junge, sondern auch für alte Menschen lebenswert zu gestalten. Das Stichwort lautet: seniorengerechtes Quartier. Eine starke Nachbarschaft ist dafür ebenso wichtig wie ein gut ausgebautes Netz an ambulanter Pflege, das es den Bürgern erlaubt, möglichst lange selbstbestimmt in ihrem Zuhause zu leben. Das Quartierbüro steht Angehörigen oder selbst Betroffenen dabei beratend zur Seite. Geplant sind Experten-Vorträge zu Themen wie Vorsorge-Vollmacht oder Patientenverfügung. Ab Juli bietet Robin Wöhlke, Leiter der Diakoniestation Castrop, zwei Mal pro Woche eine Pflegeberatung an. Ergänzt wird das Angebot durch eine Wohnberatung. Eine Mitarbeiterin des Diakonischen Werks erklärt, wie die eigene Wohnung seniorengerecht gestaltet und umgebaut werden kann und welche Fördermöglichkeiten dafür in Anspruch genommen werden können.

 

„Unsere Planung läuft auf Hochtouren“, verraten die Quartierentwickler. „Wir entwickeln derzeit Projekte zur Nachbarschaftshilfe und zur Vernetzung und Unterstützung der Bewohner des Stadtteils.“ Ideen hat das Team einige: ein Erzählcafé für Jung und Alt, die Einrichtung eines Bücherschranks sowie ein Besuchsdienst für Senioren. Mit Smartphone-Schulungen in Kooperation mit dem DigiQuartier soll die Digitalisierung im Quartier vorangebracht werden. Damit sie all diese Ideen umsetzen können, brauchen sie Unterstützung von künftigen Kooperationspartnern ebenso wie den Menschen aus dem Quartier. Um das ehrenamtliche Engagement im Stadtteil weiter auszubauen und zu stärken, ist der Aufbau einer Ehrenamtsbörse vorgesehen. Letztere bringt viele Vorteile: So können Ehrenamtliche hier gezielt an Fortbildungen teilnehmen. Außerdem finden Zeitschenker und solche, die ihre Hilfe brauchen, einfach und unkompliziert zusammen.

 

Kommunikativer Treffpunkt

 

Das Quartierbüro Ickern soll ein kommunikativer Treffpunkt für Jung und Alt werden und für alle Stadtteilbewohner eine Anlaufstelle für Fragen, Wünsche und Sorgen. Auch wenn der Start durch die Corona-Pandemie etwas holprig war, lassen sich Anette Pehrsson, Stephan Chilla und Rolf Wöhlke in ihrem Elan nicht bremsen: „Durch die Corona-Pandemie und die damit verbundene Kontaktsperre und die Abstandsregeln ist unsere Arbeit natürlich jetzt erschwert und nur eingeschränkt möglich. Aber wir lassen uns davon nicht entmutigen. Die Arbeit geht weiter. Gerade jetzt werden wir gebraucht“, betonen die Quartierentwickler und fordern die Bürger auf: „Alle gemeinsam können wir das Zusammenleben im Quartier lebenswerter gestalten.“

 

Das Quartierbüro Ickern ist zurzeit montags bis mittwochs sowie freitags von 8 bis 13 Uhr geöffnet. Da nach wie vor die Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen, werden Besucher gebeten, nur mit Mundschutz und einzeln einzutreten. Für die Pflegesprechstunde mit Robin Wöhlke bittet das Team um telefonische Voranmeldung.

 

Aktuell: Für die Zeit der Freibadsaison kann man im Quartierbüro Online-Tickets für das Freibad in Ickern, das Parkbad Nord kaufen.

 

Kontakt:

 

Büro für Quartierentwicklung in Ickern

Diakonisches Werk Herne gGmbH (DW im Kirchenkreis Herne)

Stettiner Straße 2

44581 Castrop-Rauxel

 

Telefon: 023 23 – 70 44 881 und 70 44 880

Fax: 023 23 – 70 44 882

E-Mail: qeickern-woehlke@diakonie-herne.de

oder qeickern@diakonie-herne.de